Ich möchte euch heute die weiß/silberne Mac-Version der Logitech Wireless Solar-Tastatur K750 vorstellen, die ich mir vor nun drei Wochen gekauft habe. Und zwar explizit die Funktion und Anschluss an einem Windows-PC, was durchaus funktioniert. Diese Tastatur gibt es zwar auch als PC-Version, da aber nur in schwarz/hochglänzend, was für mich nicht in Frage kommt.
Ich war schon seit geraumer Zeit auf der Suche nach einer weißen oder silbernen schnurlosen Tastatur, die allerdings ein paar grundlegende Qualitätsmerkmale aufweisen sollte, wie man sie von Logitech kennt. Bisher Fehlanzeige. Entweder billige China-Importe mit ebenso billigem Plastik, oder ein zusätzlich einzustöpselnder Funksender, da nicht kompatibel mit der Logitech-Maus, und / oder oft geradezu abenteuerlicher Anordnung der grundlegenden Tasten, so dass sie für Vielschreiber indiskutabel sind. Oder schwarz! Oder mit Kabel. Wirklich nicht lustig.
Nun habe ich diese Tastatur entdeckt und sie gefiel mir in weiß/silber einfach perfekt. Natürlich war sie in dieser Farbzusammenstellung mal wieder exclusiv für den Mac bestimmt, was sonst, schnöde Otto-Normal-Windows-Nutzer können sich ja an hochglänzenden und spiegelnden und staubfangenden schwarzen Tastaturen erfreuen, auf denen man bei schwachem Licht so gut wie nichts erkennt. Gibt ja noch nicht genug schwarze Tastaturen am Markt. ![]()
Also habe ich einfach den Versuch gewagt - dank Amazons kulanter Rücknahmepolitik einigermaßen risikolos - die Mac-Tastatur an den PC zu docken, erstmal sicherheitshalber mit aufgeklebt gelassener Schutzfolie, damit ich sie wieder umtauschen kann, ohne den nächsten Käufer unnötig zu ärgern. Doch die war nach 10 Minuten abgezogen, denn die Kaufentscheidung war klar: Das Ding bleibt bei mir! ![]()
Der Anschluss funktioniert, wie man es von Logitech gewohnt ist: Über die Logitech-SetPoint-Software am Unifying-Stick der Maus mit angemeldet. Das geht ganz easy: SetPoint-Unifying-Software starten, neues Gerät pairen, selbiges anschalten, funktioniert. Der Stöpsel, der bei der neuen Tastatur dabei war, dient mir nun als Ersatzteil. Man weiß ja nie, wozu man es mal braucht. Wenn man nur diese Tastatur betreibt und nicht noch eine Funk-Maus von Logitech hat, reicht das Einstöpseln des beigefügten Sticks, dieser ist bereits mit der Tastatur gekoppelt. Das Installieren der SetPoint-Software kann aber auch in diesem Fall nicht schaden und bietet noch Einstellungsmöglichkeiten.
In der SetPoint-Software taucht nun der Reiter “Eigene Tastatur” mit auf. Offensichtlich ist vorgesehen, dort auch die Tastenbelegung ändern zu können, aber vorgegeben ist dort ledigtlich eine Help-Taste. Vielleicht liegt der Grund darin, dass es eine Mac-Tastatur ist, oder der Treiber für diese neue Tastatur ist noch nicht ausgereift, keine Ahnung. Was man dort aber einstellen kann und vielleicht ab und zu Sinn macht ist “Funktion der F-Tasten vertauschen”. Die F-Tasten bei dieser Tastatur sind per FN-Taste (dort wo bei PC-Tastaturen die Einfüge-Taste liegt) noch mit einer zweiten Funktion belegt, so zum Beispiel die Lautstärke-Funktionen im Media-Player. Wer diese oft braucht, hingegen die normalen F-Tasten-Funktionen gar nicht, kann sich den Klick auf die FN-Taste sparen und dies mit dieser Funktion umschalten.
Die Tastenbelegung dieser Tastatur unter Windows 7 ist weitgehend Windows-konform, also z. B. das @ ist da, wo es normalerweise auch ist, auf Alt/Q, nicht wie aufgedruckt auf dem L. Auch die F-Tasten haben die windows-übliche Belegung und mittels einer FN-Taste noch die oben beschriebene Doppelbelegung.
Was fehlt, ist eine Einfügen-Taste sowie die für den Bildschirmdruck, die ich häufig benötige. Auch sind die °- und die >-Tasten zwar korrekt beschriftet, aber in ihren Funktionen jeweils vertauscht. Aber dieses Problem lässt sich recht komfortabel mit dem kostenlosen Freeware-Tool SharpKeys lösen, mit dem man die Tastenbelegung nach eigenen Wünschen ändern kann. Ich habe jetzt die F13-Taste mit Einfügen belegt, die F14 mit Bildschirmdruck, auf der F15 nochmal den Stummschalter, sowie die beiden vertauschten Tasten entsprechend der Beschriftung belegt. Wie das ganze in SharpKeys aussieht, seht ihr unten auf dem Bild. Nachdem ihr die Änderungen vorgenommen habt, einfach in die Registry eintragen lassen, PC neu booten, läuft. SharpKeys braucht nicht installiert zu werden, sondern nur bei neuem Einstellungs- oder Änderungsbedarf die Exe-Datei starten, Einstellungen vornehmen wie beschrieben, fertig. Wenn die Änderungen am PC einmal gemacht sind, bleiben sie bestehen, selbst wenn die Exe-Datei einmal gelöscht wird. Für den Fall einer Windows-Neuinstallation wäre es aber ratsam, diese sorgfältig aufzubewahren, dann sind die Einstellungen natürlich erstmal wieder jungfräulich und man wundert sich. ![]()

Da diese Tastatur eine Solar-Tastatur ist, entfällt der Batteriewechsel in Zukunft völlig. Die Solarzellen werden unterstützt durch eine Knopfzelle, mit deren Ladung angeblich bis zu drei Monate Laufzeit bei völliger Dunkelheit zu realisieren ist. Das habe ich natürlich noch nicht ausprobiert, jedoch kann ich sagen, dass auch bei dem momentan recht schwachem Tageslicht die Anzeige in der Solar App immer auf 100 % Ladung steht. In dem kleinen Tool, das man bei Logitech herunterladen kann, kann man auch prima überprüfen, ob das Licht ausreichend ist. Auch die Lichtquelle des Monitors sowie künstliches Licht laden die Zellen immer wieder auf. Meine Tastatur steht seit Beginn an immer auf 100 %, ob es nun dunkel oder hell draußen ist, ob ich den ganzen Tag am PC gearbeitet habe oder ihn gerade erst gestartet habe. Es scheint also zu funktionieren, wenn regelmäßig Tageslicht auf die Tastatur fällt, wie es in normalen Räumen der Fall ist. Die Anzeige unten ist bei Dunkelheit draußen und angeschalteter kleiner Schreibtischlampe entstanden. Sollten wirklich mal alle Stricke reißen, wäre die Knopfzelle aber austauschbar, schließlich lebt keine Batterie ewig.
Der Tastaturanschlag ist sehr komfortabel, weil die Tastatur sehr flach ist. Die Hände liegen beim Schreiben fast flach auf dem Tisch, kein Abknicken der Handgelenke mehr, keine Handballenauflage... Sieht einfach gut aus auf dem Schreibtisch und ist macht durch das Eigengewicht einen recht wertigen Eindruck. Auch fühlen sich die Tasten angenehm an, sind etwas rauh, also kein billiges Hochglanzmaterial. Es glänzt nur die silberne Basisfläche leicht sowie der Solarzellenstreifen etwas stärker, aber die Tasten selbst sind matt, also keine störende Spiegelung beim Schreiben und auch bei schwachem Licht alles bestens zu erkennen.
Die Tastenaufteilung ist nach den beschriebenen Anpassungen Standard-Tastatur-konform, also für Vielschreiber recht entspannend, da nicht wieder alles neu gesucht werden muss, insbesondere die weniger genutzten Sonderfunktionen. Alles da, wo es hingehört oder mittels SharpKeys dort, wo man es haben möchte. Der Ausschalter ist bei Nichtgebrauch der Tastatur eine sinnvolle, da stromsparende Einrichtung.
Auch reinigen geht recht flott: Einfach, wenn es im laufenden Betrieb ist, die Tastatur kurz mit dem Aus-Schieber abschalten und mit einem ganz schwach feuchten Mikrofasertuch abwischen. Fertig. Das beiliegende Brillenputztüchlein ist eher witzlos für diesen Zweck. Natürlich sieht man auf weiß/silber zum Glück auch nicht jedes einzelne Fusselchen, der Putzaufwand hält sich also in Grenzen.
Also rundum eine schicke Tastatur.
Einziges Manko: Die Stützen auf der Unterseite der Tastatur sind sehr schmal und wirken einfach klapprig, obwohl sie ausgeklappt nicht wackeln. Ich fürchte, lange würden die nicht im Alltag halten, wenn man die Tastatur vielleicht auch öfter mal hin- und herschiebt ohne sie anzuheben. Das ist unwürdig und hat Logitech auch schon mal besser hingekriegt. Wer wie ich die Tastatur gern ganz flach liegen hat, den stört es nicht, aber das hätte nicht sein müssen, bei einem doch einigermaßen hochpreisigen und edlen Teil.



Mein Fazit:
Ein Kauf, der sich für mich gelohnt hat. Ich schreibe wirklich viel und ich möchte eine einfache, jedoch nicht unbedingt hässliche Tastatur, auf der man die Tasten auch findet und sich nicht erst wieder neu sortieren muss. Das ist mit diesem Produkt gelungen. Und wer die hässlichen schwarzen Klavierlack-Dinger auch leid ist, kann mit ein paar kleinen Tricks und Anpassungen (wirklich leicht, auch für Laien), schnell auch mit der schicken Mac-Tastatur zum Ziel kommen.
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